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Die Favela AURÁ liegt neben der Müllkippe von Belém und Umgebung.

Die dort gelagerten Abfälle setzen sich nicht nur aus Hausmüll zusammen. Es werden zusätzlich auch Industrie- und sogar Krankenhausabfällen dort entsorgt, da keine Mülltrennung oder Sonderabfallbehandlung existiert.
Die Eltern der Kinder dieses Projektes arbeiten als Müllsammler auf der benachbarten Müllkippe und sortieren dort Wertstoffe wie Plastik, Papier, Aluminium und Holzabfälle. Nebenbei wird auch alles gesammelt , was man zum Leben noch gebrauchen kann, z. B. Essensreste, Baumaterial für die Slumhütten oder sonstige verwertbare Gegenstände.




Die Müllsammler arbeiten 12 bis 14 Stunden am Tag auf der Müllkippe. Es gibt keine Schutzkleidung, was dazu führt, dass sie sich oft mit Krankheiten infizieren, die sie zu Hause an ihre Kinder weiter geben. Die Favela ist komplett ohne medizinische Versorgung und die hygienischen Verhältnisse für alle Bewohner sind unbeschreiblich schlecht.
Durch den Verkauf der gesammelten Rohstoffe bestreiten die Eltern den Lebensunterhalt der Familie eher schlecht als recht. Das Geld aus dem Verkauf reicht oft nicht einmal um den Hunger zu stillen.
Die Kinder der Müllsammler sind während des Tages meistens auf sich gestellt und ohne Betreuung alleine zu Hause. Die älteren Geschwister kümmern sich um die Kleinen, sofern sie nicht selbst mit auf der Müllkippe arbeiten.
Allein in diesem Viertel von Belém sind fast 1000 Kinder diesem Schicksal ausgeliefert. Sie haben keinen Zugang zu Bildung oder Betreuung und somit auch niemals die Chance auf ein besseres Leben außerhalb der Müllkippe.
Kinder der Favela AuraVor ca. 8 Jahren wurde dieses Projekt von Celio ins Leben gerufen. Durch Materialspenden entstand zunächst ein einfacher Holzverschlag ohne Dach, in dem die ersten Kinder betreut wurden. Mittlerweile gibt es ein Haus aus Stein, das als Ganztagskindergarten für ca. 30 – 40 Kinder eingerichtet ist. Die Erzieher arbeiten ausnahmslos ehrenamtlich. Das Projekt wird ausschließlich mit Sachspenden wie Lebensmitteln oder Baumaterialien unterhalten. Da in der Krippe nur ein Bruchteil der bedürftigen Kinder versorgt werden kann, wird einmal in der Woche für die ca. 1000 Kinder aus dem gesamten Viertel eine warme Mahlzeit zubereitet. Um diese MERENDA zubereiten zu können, werden durch freiwillige Helfer Lebensmittelspenden gesammelt, die dann in der Kindergartenküche zubereitet werden.
An manchen Tagen ist es schwierig alle Kinder zu versorgen, doch die freiwilligen Helfer, die selbst oft am Existenzminimum leben, würden alles dafür geben, um diesen Kindern eine Hoffnung für die Zukunft zu geben.
Kinder beim SpielenMelanie und Adir waren erst kürzlich vor Ort und haben Spielzeugspenden aus dem Fundus unseres Vereins unter der Kindern verteilt, es gibt Bilder und eine sehr ergreifende DVD über dieses Projekt, das wir euch auf der Sitzung vorstellen möchten.

 
Spendenkonto . Postbank Dortmund . BLZ: 440 100 46 . Kontonummer: 696 000 460